Die Spackonauten #Teil 01
Ich war heute wieder mal im Spackonautentrainingscamp.
Das ist nicht so weit von meiner Wohnung entfernt, eigentlich umgibt es mich quasi. Es ist der Kiez, in dem ich lebe. Und deshalb ich seh ab und zu mal um, um mich über das Fortschreiten bis sogar hin zum Stand der Dinge und weiterer komplexer, soziologischer Gesellschaftstrukturen in Kenntnis zu bringen, die ein Problemverständnis und das Zusammenleben mit anderen gravitierenden Lebewesen ermöglichen soll. Natürlich nur zum Zugucken.
Die Spackos an sich, in der Regel überwiegend männlich, sofern sie nicht weiblich oder transgender sind, hängen dort in verschiedenen gastronomischen EInrichtungen kopfüber an der Decke, und versuchen dadurch den genitalen Blutsturz in die unteren Körpergefilde zu regulieren.
Das' aber bei den meisten relativ sinnlos, denn sobald sie wieder mit den Füßen auf der Erde stehen, findet durch rhythmische Kontraktionen des Myokard (lat. Myocardium) der Blutrückfluß äußerst schnell satt, sodaß sie zum Leidwesen anderer wieder wie wild um sich spacken.
Bei manchen können aber Teilerfolge erzielt werden durch z.B. positive Relaxation, Strangulierung der Extremitäten (besonders derjenigen, wo die Aorta verläuft) und leisen Atemübungen. Atemübungen sind sehr wichtig, da Spackos generell falsch atmen und dadurch eine unregelmäßige Verteilung von Nähr- und Sauerstoffen im Körper begünstigen, was sich besonders negativ auf bestimmte Hirnregionen auswirken kann, wenn nicht gar auswirkt.
Die meisten Spackos , sofern sie nicht schon in meinem Kiez heimisch geworden sind, labern einen mir nichts dir nichts an, und fragen umunwunden, ob man nicht eine freie Wohnung kenne. Der Kiez sei ja so eeendgeil, overhip und -ey- totcool. Allein schon an diesen Trendbetitlungsversuchen in Form von Wortneuschöpfungen, aber auch an sonderlichen Bekleidungsgewohnheiten (rote, grüne, blaue Skijacken/Trainingsjacken aus den 70ern) kann man sie erkennen.
Die meisten Spackos haben bis zum Heimischwerden in Kreuzberger Regionen als erkannter, einziger Ort der wahren Coolness, in Friedrichshain gewohnt. Weswegen sie endogenerweise auch gerne als Friedrichsheinis bezeichnet werden.
Weibliche Spackonauten (lat. spacus feminin) tragen übrigens diesen Sommer bei 28°C gerne Knie hohe, warme Stiefel. Ein orthopädisches Disneyland für Fußfetischisten -oder eben männliche Spackos.
Bald hier:
Die Spackonauten #Teil zwo
~
© 2007 lorenzodigiovanni
Das ist nicht so weit von meiner Wohnung entfernt, eigentlich umgibt es mich quasi. Es ist der Kiez, in dem ich lebe. Und deshalb ich seh ab und zu mal um, um mich über das Fortschreiten bis sogar hin zum Stand der Dinge und weiterer komplexer, soziologischer Gesellschaftstrukturen in Kenntnis zu bringen, die ein Problemverständnis und das Zusammenleben mit anderen gravitierenden Lebewesen ermöglichen soll. Natürlich nur zum Zugucken.
Die Spackos an sich, in der Regel überwiegend männlich, sofern sie nicht weiblich oder transgender sind, hängen dort in verschiedenen gastronomischen EInrichtungen kopfüber an der Decke, und versuchen dadurch den genitalen Blutsturz in die unteren Körpergefilde zu regulieren.
Das' aber bei den meisten relativ sinnlos, denn sobald sie wieder mit den Füßen auf der Erde stehen, findet durch rhythmische Kontraktionen des Myokard (lat. Myocardium) der Blutrückfluß äußerst schnell satt, sodaß sie zum Leidwesen anderer wieder wie wild um sich spacken.
Bei manchen können aber Teilerfolge erzielt werden durch z.B. positive Relaxation, Strangulierung der Extremitäten (besonders derjenigen, wo die Aorta verläuft) und leisen Atemübungen. Atemübungen sind sehr wichtig, da Spackos generell falsch atmen und dadurch eine unregelmäßige Verteilung von Nähr- und Sauerstoffen im Körper begünstigen, was sich besonders negativ auf bestimmte Hirnregionen auswirken kann, wenn nicht gar auswirkt.
Die meisten Spackos , sofern sie nicht schon in meinem Kiez heimisch geworden sind, labern einen mir nichts dir nichts an, und fragen umunwunden, ob man nicht eine freie Wohnung kenne. Der Kiez sei ja so eeendgeil, overhip und -ey- totcool. Allein schon an diesen Trendbetitlungsversuchen in Form von Wortneuschöpfungen, aber auch an sonderlichen Bekleidungsgewohnheiten (rote, grüne, blaue Skijacken/Trainingsjacken aus den 70ern) kann man sie erkennen.
Die meisten Spackos haben bis zum Heimischwerden in Kreuzberger Regionen als erkannter, einziger Ort der wahren Coolness, in Friedrichshain gewohnt. Weswegen sie endogenerweise auch gerne als Friedrichsheinis bezeichnet werden.
Weibliche Spackonauten (lat. spacus feminin) tragen übrigens diesen Sommer bei 28°C gerne Knie hohe, warme Stiefel. Ein orthopädisches Disneyland für Fußfetischisten -oder eben männliche Spackos.
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© 2007 lorenzodigiovanni
Lorenzodigiovanni - 13. Mai, 20:15

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